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Paket Aufwertung Strassenraum (A-Liste)

Details

Teilmassnahme 1: Bitsch (Ortskern): Bitsch ist eine weitläufige Streusiedlung, welche im oberen Teil fast nur aus Ein- und Zweifamilienhäuser besteht. Zwischen dem Ortskern (Gemeinde, Giro, Cappugiro) und dem alten Dorfteil führt die Riederstrasse (Kantonstrasse) hoch. Die Riederstrasse ist eng, unübersichtlich, hat eine schlechte Belagsqualität und weist Defizite in der Verkehrssicherheit auf. Der Kanton plant diese zu sanieren. Gleichzeitig sollen die Wendeplatten verbreitet werden und die Strassenführung übersichtlich angeordnet werden.

Teilmassnahme 2: Naters – Belalpstrasse: Die Belalpstrasse in Nates ist eine wichtige Geschäftstrasse, welche sich in Mitten des Zentrums zwischen dem Dorfkern und dem Marktplatz / Kelbachzentrum befindet. Die ehemalige Durchfahrtsstrasse wurde den heutigen Nutzungen (Geschäfts- und Zentrumsstrasse) nie angepasst. Seit längerem hat der Kanton ein Projekt zur Umgestaltung genehmigt. So werden Massnahmen zur Verkehrsberuhigung und Erhöhung der Sicherheit angestrebt. Den Marktplatz, welcher heute als Postautohaltestelle und teils zur Durchfahrt dient so umgestaltet, damit der Strassenraum (Verkehr) und die Platzgestaltung (Fussgänger) entflechten werden. Die Belalpstrasse als Geschäftsstrasse und Verbindungsstrasse zwischen dem Dorfkern und dem Kelchbachzentrum wird Fussgängerfreundlich und Verkehrsberuhigt. (siehe auch V3 Begegnungszone Belalpstrasse Naters)

Teilmassnahme 3: Ried-Brig: Die Gemeinde Ried-Brig hat eine weitläufige Siedlungsstruktur und kennt eigentlich kein Dorfzentrum. Das Dorf wird durch die Kantonsstrasse und ehemalige Simplonpassstrasse getrennt. Angrenzen an diese befindet sich der eigentliche alte Dorfkern, in welchem viele baufällige Gebäude sind. So werden eine Entwicklung des Dorfkernes und die Bildung eines Dorfzentrums in der wachsenden Gemeinde angestrebt.

Um die Verkehrssicherheit im Dorfkern zu optimieren, sind entsprechende Massnahmen notwendig. Allenfalls ist auch eine Linienführung der Kantonsstrasse in Betracht zu ziehen. Insbesondere muss die Kantonsstrasse zwischen der Abzweigung Neue Dorfstrasse und der Abzweigung Termerstrasse (ca. 400m) betrachtet werden und das Kernstück (ca. 100m) bei der Schule und dem Lebensmittelgeschäft umgestaltet werden. Einerseits wird eine städtebauliche Aufwertung angestrebt, andererseits die Fussgängerübergänge und ÖV-Haltestelle sicherer und zugänglicher gemacht.

Teilmassnahme 4: Termen: Termen ist ein kompaktes Dorf auf einem Hochplateau. Der Dorfplatz verbindet den alten Dorfteil mit dem Neueren. Heute ist es ein Multifunktionaler Platz mit Zentrumsfunktion (Restaurant, Einkaufsladen, Kirche etc.), geprägt von Strasseninfrastruktur (Zufahrt alter Dorfkern, Wendeplatz für Postauto). Der Dorfplatz Termen hat eine zentrale Funktion in Termen. Einerseits als Treffpunkt im Dorf und andererseits auch als Verkehrsknotenpunkt inklusive dem Wendeplatz für den PostAuto-Betrieb. Bei der Neugestaltung des Dorfplatzes werden auch die umliegenden Gebäude in Betracht gezogen, so dass eine architektonische Aufwertung und Innenentwicklung ermöglich wird. Massnahmen werden ausgeführt um visionäre Zukunftspläne für einen attraktiven, sicheren und verkehrsmässig idealen Dorfmittelpunk umzusetzen.


Fakten

Status: In Ausführung
Baubeginn: 2019
Kostenschätzung: 12.13 Mio.

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Regionales Wasserbewirtschaftungs-Konzept

Details

In Zusammenarbeit mit den beteiligten Gemein­den hat das Büro Ryser Ingenieure AG im Sommer 2015 den IST-Zustand erfasst. Basierend auf den gesammelten Daten über die gesamte Wasserversorgungsinfrastruktur im Perimeter der beteiligten Gemeinden wird das technische Konzept erarbeitet, welches Mitte 2016 vorliegen soll. Dieses wird Vorschläge für die zukünftige gemeinsame Bewirtschaftung der Wasservorkom­men, also Grund- und Quellwasser, und der Reservoirsvolumen an Brauch-, Stör- und Löschreserven enthalten.


Fakten

Baubeginn:
Inbetriebnahme:
Kosten:

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Raum+

Details

Die Agglomeration Brig-Visp-Naters hat die Ausarbeitung eines Siedlungsflächenmanagements im Jahr 2007 als Massnahme im Agglomerationsprogramm aufgenommen. Bei dem Projekt Raum+ handelt es sich um eine anerkannte Methode der ETH Zürich, die die unbebauten Flächen Quartier für Quartier auf Stufe Gemeinde erhebt, nach ihrer Qualität beurteilt und Lösungsvorschläge erarbeitet. Auf diesen Grundlagen können Handlungsräume gezielt gefördert und Regulierungsräume beplant werden. 

In einem ersten Teil wurde zu Beginn eine Übersicht über das vorhandene Siedlungsflächenpotenzial jeder einzelnen Agglomerationsgemeinde erhoben. Im Anschluss wurde dieses Potenzial nach Lage, Quantität und Qualität ausgewertet. Nach Angaben von Projektleiter Dr. Hany Elgendy war die Einschätzung der lokalen Vertreter bei dieser Erhebung sehr wertvoll. In jeder Agglomerationsgemeinde wurde ein Erhebungsgespräch durchgeführt. Dabei wurden die im Vorfeld ermittelten Flächen besprochen. Dadurch konnten die thematischen und räumlichen Schwerpunkte festgelegt und die sogenannten Mobilisierungshindernisse erkannt werden. Ein Mobilisierungshindernis kann beispielsweise sein, wenn eine Parzelle nicht mit dem öffentlichen Verkehr erschlossen ist oder die Topografie eine Bebauung nicht oder nur erschwert zulässt. Auf der Grundlage des erhobenen Siedlungsflächenpotenzials wurde schliesslich die Einwohnerkapazität abgeschätzt und dem prognostizierten Wohnbaulandbedarf gegenübergestellt.

Der zweite Teil fasste in einer Lagebeurteilung die Auswertungen und Erkenntnisse aus den Erhebungen zusammen und formulierte die wesentlichen Probleme. Daraus ergeben sich wiederum Ansätze zur Begrenzung des Siedlungswachstums. Diese Ansätze wurden in einem Aktionsplan der «Siedlungsentwicklung in der Agglomeration» räumlich konkretisiert und mit Massnahmen für die Umsetzung ergänzt. Damit steht den Agglomerationsgemeinden ein neues Instrument zur Verfügung, das die wesentlichen Aktivitäten zur Mobilisierung und Regulierung der Siedlungsentwicklung vorschlägt.


Siedlungsflächenmanagement

Siedlungsflächenmanagement wird in diesem Zusammenhang als ein Prozess zur nachhaltigen Siedlungsentwicklung verstanden. Dazu wird eine Übersicht über die Siedlungsflächenpotenziale geschaffen, regelmässig eine Lagebeurteilung erarbeitet und darauf aufbauend eine räumliche Entwicklungsstrategie abgeleitet. Diese enthält die Schwerpunkte und spezifische Massnahmen, um die Flächenpotenziale zu mobilisieren und zu beobachten (Monitoring).